Mai / Juni 2007

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Dienstag, 15. Mai 2007

Da meine Partnerin noch bis zum Abend arbeiten muss, bin ich für die letzten Reisevorbereitungen verantwortlich.
Endlich ist es soweit: Um 17:45 Uhr ist die Haustüre abgeschlossen und der Womo-Zündschlüssel gedreht! Wie immer führt unsere Fahrt in den Süden über den San Bernardino Pass. Vor Splügen beginnt es leicht zu schneien. Auf der anderen Pass-Seite hört der Schneefall aber bald wieder auf.
Um 21:00 Uhr ist unser heutiger Übernachtungsplatz in Rivera erreicht (Parkplatz Tamaro-Bahn, N46.126270, E8.919800). Normaler weise stehen hier einige "Durchreisende", doch heute sind wir ganz allein.
Während der ganzen Nacht windet es ziemlich stark (Nordföhn)

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Mittwoch, 16. Mai 2007

Um 4:20 Uhr machen wir uns wieder auf den Weg Richtung Ancona
Diesmal kommen wir ohne Staus und Unfälle durch und erreichen um 11:00 Uhr Ancona.
Meine Partnerin glaubt anscheinend, dass wir mit einer Antonov anstatt der Fähre nach Griechenland wollen. Nur so kann ich mir vorstellen, dass sie mich geradewegs zum Flughafen lotst!
Mir gefällt die gute Organisation beim Zuweisen des Warteplatzes (wird am Hafeneingang nach Fährgesellschaft und Bestimmungsort zugewiesen). Wir können erst am Schluss verladen, wobei wir folgende Feststellung machen: Es gibt leider immer wieder unvernünftig blöde Leute, die glauben, mit Hupen schneller zum Zug zu kommen! Dabei handelt es sich nicht etwa um Südländer mit viel Temperament, sondern zum grössten Teil um Touristen aus dem deutschsprachigen Raum!
An Bord angekommen, stellen wir fest, dass bei Anek (verglichen mit Superfast Ferries) Camping on Board viel weniger komfortabel ist. LKW's, PKW's und selbst ganze Helikopter stehen eng gedrängt auf dem so genannten Open Deck. Dieses ist überhaupt nicht "open", stehen wir doch im Dunkeln nach den paar von der Aussenseite sichtbaren, runden Öffnungen. Die Motoren-Vibrationen sind allerdings auszuhalten. Direkt vor uns steht ein Kühllaster, dessen Aggregat sich während der ganzen Überfahrt ein- und ausschaltet.
Nach der letzten stürmischen Tessiner-Nacht gehen wir zeitig schlafen.

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Donnerstag, 17. Mai 2007

Nach ruhiger Fahrt fahrplanmässige Ankunft in Igoumenitsa (ungefähr 08 Uhr). Wie kann der gordische Knoten des Durcheinanders auf dem Open Deck gelöst werden? Ganz einfach: man verlasse sich blind auf die Anordnungen des Personals! Zuerst wird das Helikopter-Gespann in eine Ecke dirigiert und dann geht alles blitzschnell... Nachdem dem guten Holländer neben uns endlich klar gemacht wird, dass er zurücksetzen muss (back... back... back... YOU!!), kann Gespann um Gespann die Rampe runter.
Für uns beginnt damit die Suche des Campingplatzes. Wir fahren aus dem Hafen und biegen sofort rechts ab. Nach einigen Hundert Metern glaubt der Chauffeur, dass dies die falsche Richtung ist. Auf der schmalen Küstenstrasse ist aber ein Umkehren fast nicht möglich. Nach etwa siebeneinhalb Kilometern taucht rechts eine Tankstelle auf, wo prima gewendet werden kann. Da wir ja bewusst den Tank leer gefahren haben (Diesel in GR viel billiger: 0.9869 €, gegenüber 1.1667 in Italien), können wir hier füllen.
Anschliessend fahren wir wieder zurück nach Igou, um den richtigen Weg zu suchen. In Hafennähe konsultieren wir nochmals unsere Karte: Wir waren auf dem RICHTIGEN Weg! Nach der Tankstelle geht es keinen Kilometer mehr bis zur CP-Abzweigung.
CP-Beurteilung: klein, familiär, sauber
Am Nachmittag kurzes Gewitter, Temperatur nicht all zu hoch, mässig bis starker Wind
Abendessen im CP-Restaurant (Hackfleischbällchen mit grossen Bohnen)
Koordinaten: N 39.460160, E 20.261300
Km-Stand nach Ankunft: 13'762
2 Tage à € 17.10 = 34.20

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Freitag, 18. Mai 2007

Heute Morgen werden wir unsanft in die Wirklichkeit zurück geholt. Eben haben draussen noch die Vögel den Morgen mit ihrem Gezwitscher begrüsst. Doch plötzlich fängt es an zu grollen und blitzen. Ein ziemlich heftiges Gewitter geht über uns nieder. Mary kann beim morgendlichen Toiletten-Gang direkt vor dem WoMo Füsse und Glogs gleichzeitig waschen. Wir müssen das Morgenessen im "finsteren" WoMo einnehmen und es dauert bis fast zehn Uhr, bis der Regen wieder nachlässt. Sonne ist heute Mangelware

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Samstag, 19. Mai 2007

Der Tag beginnt versch..... wir verschlafen uns (7:45 statt 6:30)
Um 8:20 brechen wir trotzdem auf und werden durch die Mutter winkend verabschiedet

Die Navigation ist im Prinzip sehr einfach, wir müssen immer nur den schwärzesten Wolken folgen.
In Vonitsa finden wir einen Mini-Market direkt an der Strasse. Hier füllen wir unseren Vorrat nach (Mineralwasser OHNE Gas, Tsatsiki, Ouzo, Retsina, Rotwein)

Camping Stratis Beach ist zum Glück geschlossen, da er überhaupt nicht unseren Erwartungen entspricht.
Schlechte Zufahrt, komischer Platz, und ... es regnet
Wir essen am Strassenrand Tsatsiki-Brote

Ausser Programm entschliessen wir uns, direkt auf den Delphi-Camping zu fahren.
Bis Antirio geht alles gut, aber dann......
sind wir plötzlich anstatt Richtung Delphi auf der neuen Brücke gelandet.

Das Prozedere zum Weiterkommen ist relativ einfach. WoMo parkieren (mit dem kurzen Anhänger kein Rückwärtsfahren möglich!), über die Fussgängerüberführung (security reasons) zum Büro gehen, "Service Not Rendered Form" ausfüllen, zurück zum WoMo, ganz rechtes Gate passieren (Vorweisen des Formulars), nächste spitzwinklige Ausfahrt benutzen (rechtsabbiegen verboten, ist Einfahrt für Feuerwehr, Aus-/Einfahrtstor wird im Gate oben geöffnet), links, dann rechts abbiegen und vorne am Lichtsignal gerade über die Kreuzung Richtung Nafpaktos fahren. That's it!!

Auf der uns seit früher (siehe 2003) bekannten Route steuern wir nun endgültig Delphi an. Vor uns sind mittlerweile wieder die schwärzesten aller Wolken zu sehen. Kurz bevor wir in die Platzeinfahrt zum Camping Delphi einbiegen, ist es soweit. Ein Riesengewitter (Mary meint zwar, dass dazu auch Blitz und Donner gehören) entlädt sich direkt über uns. Wir sind gezwungen, eine Weile im WoMo abzuwarten, wie sich die Lage entwickelt. Der Herr am Empfang kommt kurz mit dem Schirm zu uns und erklärt, dass er bereit sei uns den Platz zu zeigen, sobald der Regen nachlasse.
Verpflegung wie gewohnt Spitze, Anlagen i.O.
Im weiteren stellen wir fest, dass der Platz fest in französischer Hand ist, hat sich doch ein ganzer Rentner-WoMo-Reiseklub hier niedergelassen.

Km-Stand nach Ankunft: 14'149 (gefahren: 387 km) Ankunft: 16:45, Fahrzeit 8:25 h
2 Nächte à € 17.40 = 34.80

Delphi Camping



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Sonntag, 20. Mai 2007

Quesque c'est?
Heute früh werden wir durch französisches "Geschnatter" geweckt. Die Rentner-Vereinigung macht sich zum Weiterfahren bereit.
Das Wetter ist auch heute nicht all zu gut, glaubt man doch ständig, dass es wieder zu regnen beginnt.
Ein guter Tag zum Reisebericht schreiben, die Weiterfahrt zu planen, stricken, Retsina degustieren, etc.

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Montag, 21. Mai 2007

Heute morgen sind wir die ersten, die wegfahren (7:50). In der Nacht und kurz vor unserer Abfahrt hat es wieder geregnet. Gemäss Platzwart soll der heutige Tag noch bedeckt sein. Morgen oder übermorgen soll das Wetter aber immer besser werden.

An der ersten Tankstelle nach Delphi (BP, rechts an der Strasse) füllen wir den Tank. Nachher stellen wir fest, dass wir viel günstiger hätten tanken können. Gemäss Tages-Km-Zähler 33 km später Richtung Livadia kommt eine grosse, moderne Revoil-Tankstelle, die 10 Cent/Liter günstiger ist.
Die Weiterfahrt bis Thiva verläuft ereignislos. Hier geraten wir nach der ersten Abzweigung Richtung Autobahn Athina/Halkida wieder einmal auf Abwege. Wir fahren nämlich nicht auf die Autobahn Richtung Athen ein (Halkida ist dort nicht angegeben) und landen statt dessen gerade aus in Moupiki. Da wir nicht über die Berg-Nebenstrasse nach Evia fahren wollen, drehen wir wieder um und fahren auf die Autobahn.
An der nächsten Ausfahrt geht es dann endlich Richtung alte Brücke von Halkida. Die Beschilderung am Kreisel nach der Brücke stellt uns das nächste Mal ein Rätsel (ob's wohl daran liegt, dass wir die griechischen Buchstaben nicht verstehen?). Meine Beifahrerin kann mir auch nicht raten, welche Ausfahrt wir Richtung Norden nehmen müssen. Also bleibt der Entscheid an mir hängen. Prompt sind wir mitten in den Quartiergassen. Rechts und links fehlen meistens nur wenige Zentimeter, um an den mit laufendem Pannenblinker abgestellten Fahrzeugen im Slalom vorbei zu fahren. Zwischendurch kann ich immer wieder mal durch Seitengassen auf der linken Seite einen Blick Richtung Wasser erhaschen. Die allgemeine Richtung muss also stimmen! Endlich sind wir durch, und der Weg Richtung Berge liegt vor uns. Was wir in den Quartiergassen der Stadt an Slalom-Erfahrung gesammelt haben, kommt uns nun durch die Berge zu gut, macht die Strasse doch Kurve um Kurve bergauf und gleich darauf wieder hinunter.

Um 13:45 treffen wir nach fast sechsstündiger Fahrzeit auf dem Camping Rovies ein. Die erste Tafel vor der Einfahrt enttäuscht uns bereits. Dort ist nämlich zu lesen, dass das Restaurant und der Mini-Market nur im Juli/August geöffnet sind. Nach dem Bezug des Stellplatzes müssen wir feststellen, dass der Platz eigentlich gar nicht betriebsbereit ist. So sind die meisten Duschhähne oder -Schläuche gar nicht angeschlossen. Auf dem WC herrscht ein totales Chaos, sind doch die berüchtigten Papier-Eimer alle voll (noch vom letzten Jahr?). Auch hier fehlen die halben Armaturen. Ausser uns ist nur noch ein älteres deutsches Ehepaar auf dem Platz.

Natürlich hat uns die schwärzeste aller Wolken auch hier hin verfolgt. Sie will uns einfach nicht in Ruhe lassen, und entleert sich einmal mehr über uns. Nachdem wir uns eine Zeit lang ins WoMo zurückgezogen haben, entschliesse ich mich, die Store auszufahren und zu sichern. So können wir bei leichtem Regen trotzdem draussen sitzen.

Km-Stand nach Ankunft: 14'389, gefahren: 240 km

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Dienstag, 22. Mai 2007

Letzte Nacht hat es geregnet und gewindet. Da wir unter einem Olivenbaum stationiert sind, haben die Zweige die ganze Nacht an den Luken herum "gefeilt". Neben den ständigen Geräuschen kann das natürlich auch Kratzer im Plexiglas verursachen. Ich habe mich deshalb entschieden, einen anderen Stellplatz auszusuchen.
Nach Morgenessen und -Toilette laden wir das erste Mal unser "Schnüfi" aus. Wir stürzen uns in die Motorrad-Kleider und montieren Helme und Handschuhe. So kann jeder Grieche von weitem erkennen, dass Touristen mit dem Motorrad unterwegs sind. Uns fällt auch heute wieder auf, dass der Helm bei den Griechen bestenfalls als Ellbogen-Schutz verwendet wird!
Unsere heutige Ausfahrt dient mehreren Zwecken. Zuerst fahren wir kurz nach Limni um das Nötigste einzukaufen. Da wir ja keinerlei Einkaufs- und Verpflegungsmöglichkeiten auf dem Platz haben, müssen wir halt die gut zehn Kilometer unter die Räder nehmen. Meine Sozia wünscht sich einen Kinderrucksack, da dieser weniger Platz hätte und somit bei der Rückfahrt weniger drücken würde! Nach der "Gewichts-Reduzierung", sprich dem Ausladen der Einkäufe schwingen wir uns wieder auf den Sattel. Diesmal fahren wir über Limni und Strofilia nach Agia Anna, um einen ersten Eindruck von der ägäischen Küstenseite zu erhalten.

Unser "Schnüfi" scheint ein bisschen unter Asthma zu leiden. Sobald mehr Leistung gefordert wird (Gashahn aufdrehen, vor allem im dritten Gang), fängt es an zu ruckeln und das Tempo geht zurück.
Bei der Rückkehr fahren wir am Camping vorbei und erkunden so noch den nächsten Ort (Ilia).
Sobald wir die Töff-Utensilien wieder verstaut haben, wird der neue Stellplatz bezogen. Hier haben wir Probleme, den Anhänger zu zweit über die Bodsteinkante zu manövrieren.Am Schluss hat doch alles noch geklappt.



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Mittwoch, 23. Mai 2007

Auch diese Nacht hat es wieder geregnet. Obschon am späteren Vormittag immer noch DIE Wolke am Himmel hängt, entschliessen wir uns zu einem Töff-Ausflug in den Norden. Wir möchten den Nordwesten möglichst der Küste nach "erfahren".
"Schnüfi"'s Asthma-Anfall ist vorbei: Beim Starten heute morgen stelle ich fest, dass sich der Choke auf der Mittelstellung verklemmt hatte.

Nach der Besichtigung des Hafens von Loutra Edipsou finden wir aber die Abzweigung Richtung Westzipfel nicht. So beschliessen wir, zuerst Istiea, Orei und Aghiokambos anzufahren. Auf dem Rückweg ist uns das Glück hold. Wir finden - eigentlich per Zufall - die Strasse, welche in den Westzipfel hinausführt. Der Weg entlang der Gialtra Bay ist wirklich wunderschön. Nachdem wir wieder ein Stück den Berg hinauf müssen, führt die Strasse steil hinunter nach Loutra Gialtron. Hier finden wir direkt am Meer eine Taverne mit einer Sonnenterrasse. Da vom langen Sitzen einiges schmerzt, beschliessen wir hier einen Retablierungs- und Verpflegungshalt einzuschalten. Doch jetzt ergibt sich ein kleineres Problemchen, da die Wirtin nur griechisch redet und wir überhaupt nicht. Doch unsere Gastgeberin weiss sich zu helfen und ruft vom Nebentisch eine Dame herbei. Wie es sich herausstellt, handelt es sich um eine Deutsche, die hier lebt. In der Gesellschaft befindet sich ausserdem ein Paar aus Lausanne.
Nach der Verpflegungspause wollen wir den Rest des Zipfels umrunden. Via Aghias Georgios fahren wir nach Lichada. Doch hier finden wir keine Möglichkeit weiter zu kommen. Unten am Strand hört die Strasse auf. Oben im Dorf geht es nur in einem Bachbett vierter Klasse weiter. So entschliessen wir uns wohl oder übel umzudrehen und auf dem selben Weg zurück zu fahren.
Beim abendlichen Apero an der Sonne entschliessen wir uns, morgen weiter zu fahren. Ich gehe an den Empfang, um die Rechnung zu bezahlen. Der Junior des Platzwartes muss seinen alten Herrn aus dem Versteck hervorlocken. Es ist nämlich genau das zweite Mal, dass ich ihn zu sehen bekomme! Wenn man(n) natürlich den ganzen Tag mit blitzsauberem T-Shirt irgendwo herumsitzt, kann der Platz und die Infrastruktur nie sauber werden.

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Donnerstag, 24. Mai 2007

Was für ein Tag! Seit ein Uhr in der Nacht regnet es in Strömen. Auf der Strasse vor unserem Stellplatz ist eine Riesenpfütze. Der vermeintlich so harte Boden auf der Parzelle ist total aufgeweicht. Unser beladener Anhänger ist aus dem Dreck kaum in die Pfütze zu kriegen. Aber auch das schaffen wir - bei momentan fast keinem Regen. Unsere deutschen Nachbarn haben sich ebenfalls reisebereit gemacht (wie wir gestern abend erfuhren, werden wir uns in Eretria wiedersehen).
Die Fahrt zurück über die Berge nach Chalkis (oder Chalkida/Halkis je nach Karte) verläuft bei strömendem Regen und teilweise Nebel.
Hier ein Tipp für Reisende: Biegt am Lichtsignal eingangs Chalkida links Richtung Kimi ab. So könnt ihr den dichten Verkehr im Hauptort umfahren!
Da wir dies nicht wussten, sind wir im Mitagsverkehr "mitten durch" und anschliessend über die neue Brücke aufs Festland geraten. Wir mussten ein paar Kilometer Richtung Athen fahren, ehe wir umdrehen und neu versuchen konnten.
Eines haben wir in der Zwischenzeit glaube ich begriffen: Immer dorthin fahren, wo Dein Ziel nicht angeschrieben ist! So kommst Du auf dem schnellsten Weg vorwärts.
Während wir am Empfang auf dem Camping Milos den Papierkram erledigen, treffen auch die Deutschen ein. Sie erklären uns, dass sie sich ebenfalls verfahren haben und uns mehrmals sahen.

Fahrzeit: 10:00 - 13:15 (3 h 15)
Kilometerstand bei Ankunft: 14'512, gefahren: 123 km

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Freitag, 25. Mai 2007

Heute regnet es einmal nicht die ganze Zeit. Der Himmel ist zwar immer noch dunkelgrau. Am späteren Vormittag packen wir den Rucksack und gehen nach Eretria (ca. 2,5 Km). Hier lassen wir uns im Touri-Strom (Franzosen/Russen) mal durch den Hafenbezirk schwemmen. Es ist ganz amüsant mit zu hören, was den Touristen alles angedreht werden soll.
Nach dem Gemüse zusammen tragen im Super-Market wird es dann allerdings weniger amüsant. Mein Schatz hat tatsächlich vergessen, das Geld einzupacken. Zum Glück kann eine der Verkäuferinnen so viel Englisch, dass sie mir den Weg zum nächsten Bancomat einigermassen beschreiben kann. Ich lasse meine Partnerin als Pfand beim Gemüse und gehe Geld holen.
Im Laufe des Nachmittags kommt wieder einmal die Sonne ein bisschen zum Vorschein, so dass wir draussen sitzen und Back Gammon spielen können. Wir haben das grosse Vergnügen, Neuankömmlinge beim Platzbezug zu verfolgen. Obschon der ältere Angestellte perfekt einweisen würde, glaubt jeder, es besser zu wissen. Besonders das ankommende Holländer-Ehepaar ist fast einen Kurzfilm wert! Jedesmal wenn der Angestellte eine Anweisung gibt (dexia, aristera, stop), ist der Hausdrache anderer Meinung und dirigiert ihren Mann in eine andere Richtung.

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Samstag, 26. Mai 2007

Heute morgen herrscht richtiges Griechen-Wetter: Tiefblauer Himmel !!
Nach dem Morgenessen wird natürlich sofort das Motorrad startklar gemacht. Wir fahren der Küste entlang nach Amarinthos und dann über Aliveri, Velos, Avlonari hinüber in den Hafen von Kimi. Von hier aus startet die Fähre nach Skiros.

Auf der Rückfahrt merken wir, dass es Pfingst-Samstag ist. Plötzlich kommt starker Verkehr auf. Die Athener sind im Anrollen auf ihre Wochenend-Insel.

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Sonntag, 27. Mai 2007

Heute ist Pfingstsonntag und das Wetter ist strahlend.
Nach dem Morgenessen telefonieren wir zuerst unserem Geburtstags-"Kind" Fränzi. Wir glauben, dass sie bereits in Griechenland unterwegs ist. Dies ist aber noch nicht der Fall, werden sie doch erst am 1. Juni in Venedig einschiffen. Zuerst werden sie auf Zakynthos einige Zeit verbringen, um dann auf den Pelopponnes zu wechseln.
Da wir hier eigentlich recht wenig Möglichkeit haben, uns zu bewegen (ausser auf der Strasse nach Eretria), sind wir am Planen der nächsten Etappe. Schon bei der Reisevorbereitung zu Hause waren die Ionischen Inseln immer auch im Hintergrund präsent. Wäre das jetzt nicht eine Möglichkeit, Fränzi und Jannis zu überraschen? Zum Glück hat man ja den Laptop mit dem "ADAC Camping&Wohnmobil TourPlaner 2007" an Bord. Gemäss diesem würde die Überführungs-Etappe bis nach Kylini ungefähr sieben Stunden dauern.....
Und schon sind wir am Motorrad und Zubehör verladen. Nach dem Nachtessen wird alles abfahrbereit gemacht und der Platz bezahlt. Nach Angaben der Dame am Empfang können wir um sieben Uhr morgens raus fahren.

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Montag, 28. Mai 2007

Heute ist um halb Sechs Tagwache. Wir essen gemütlich unser Frühstück und machen uns langsam bereit.
Einer unserer jungen Zeltnachbarn läuft ganz verstört herum und scheint etwas zu suchen. Plötzlich sehen wir ihn mit einem Badeschuh in der Hand vor unserem Platzhund "Kleiner weisser Wolf" knieen und mit ihm auf griechisch zu sprechen. Fehlt wohl der zweite immer noch? Ich gehe hinaus und probiere ihm auf Englisch beizubringen, dass er mal unter den Wohnwagen des Nachbarn leuchten solle. Dort hat nämlich unser Strolch sein Quartier aufgeschlagen.
Während wir vor dem verschlossenen Tor auf den Angestellten warten, erscheint der Grieche freudestrahlend mit dem gesuchten Schuh und dem Hund im Schlepptau. Er bedankt sich nochmals bei uns. Vor allem sein Kommentar ist herrlich: "I have no problems (deutet auf seine Schuhe), the shoes are the ones of my collegues...."
Da auch um zehn nach Sieben noch niemand da ist, probiere ich das Tor selbst zu öffnen. Ich stelle fest, dass der ganze Verschluss ein in die Mauer gestecktes Armierungseisen ist. Nichts wie los und weg! Der ohnehin schon dunkelgraue Himmel wird immer schwärzer. Wir schaffen nicht einmal den Weg nach Chalkis. Es fängt schon vorher stark zu regnen an.
Das schlechte Wetter bleibt uns heute den ganzen Tag treu (ein für uns typischer Reisetag). Auf der Athener Autobahn werden wir so richtig durchgeschüttelt (nicht vom Wetter, sondern wegen der schlechten Fahrbahn). Kurz vor Korinth geraten wir in ein Riesen-Gewitter. So viele Blitze in so kurzer Zeit haben wir noch nicht manchmal gesehen. Ist es der Pfingstmontag oder das schlechte Wetter? Wir kommen jedenfalls überraschend gut vorwärts und sind bereits um halb Zwölf im Hafen von Kylinis. Dort windet es ganz schön heftig. Aufgepasst: Es gibt je einen Schalter-Container für Kefalonia und Zakynthos!!
Wir buchen die nächst mögliche Fähre, die um 13:30 Uhr fahren wird (€ 81.60 für 2 Personen, WoMo und Anhänger).
Es hat sich eigentlich schon beim starken Wind im Hafen angedeutet. Die See ist recht rauh. Die Schaukelei bei der Überfahrt ist grad noch so vor dem K...limit.
Bei der Ankunft auf Zakynthos hat es wenigstens aufgehört zu regnen. Wieso müssen die Griechen eigentlich immer so drängeln und pressieren? Auf der (an und für sich einspurigen) Hafenausfahrt wird von allen Seiten her reingewürgt, sodass der Eindruck entsteht, man fahre auf einer mindestens dreispurigen Strasse. Vorne am Lichtsignal ist das Chaos perfekt. Nachdem wir diesen Flaschenhals erfolgreich hinter uns gebracht haben, geht es zügig vorwärts. Gemäss "Michael Müller Reisehandbuch" ist der von uns ausgewählte Platz am einfachsten über Laganas zu erreichen. Dies erweist sich als gar nicht so einfach. Bis Laganas gibt es zwar noch keine Probleme. Auch haben wir bereits zweimal die Tafel des Campingplatzes gesehen. In Laganas muss man dann aber sehr gut aufpassen. Mitten auf der an Rimini oder Mallorca erinnernden Hauptstrasse darf man die Abzweigung nach rechts nicht verpassen. Nachher geht es um diverse Hausecken und Bögen weiter. Plötzlich endet die Strasse scheinbar direkt unten am Strand. Haben wir eine Tafel übersehen? Nein dort vorne rechts ist wieder eine! Also los, rüber über den durchnässten Sand. Nach einigen weiteren Bögen und Kehren ist dann endlich der Camping Laganas in Agios Sostis erreicht.
Hier werden wir vom Chef persönlich per Handschlag begrüsst. Da wir kein Griechisch sprechen, versucht er sofort, seine Sprachkentnisse anzuwenden. Bei Italienisch fängt er an zu strahlen, da er merkt, dass wir uns so verständigen können. Während unserem Aufenthalt hier ist dies unsere Konversations-Sprache. Der Platz ist in einem wunderschönen Olivenhain mit zum Teil uralten Bäumen. Die Sanitäranlagen sind zwar relativ alt, aber absolut sauber.

ACHTUNG: Wer den Platz besuchen will, sollte vorher seinen Frischwassertank ganz füllen. Auf dem Platz ist alles entsalztes Meerwasser! Gemäss Empfehlung des Chefs sollten empfindliche Touristen-Mägen nicht damit gefüllt werden!

Auch betreffend Verpflegung gibt uns der Chef noch einige Tipps. So empfiehlt er uns die unterhalb des Campingplatzes liegende Taverne Skloubou, die gutes Essen und faire Preise habe. Auf keinen Fall in einer der Strandtavernen und -Restaurants essen. Dies seien alles Halsabschneider (entsprechende Geste inbegriffen)!

Fahrzeit Festland: 7:10 - 11:30 (4 h 20)
Überfahrt auf Insel: 30 min
Kilometerstand bei Ankunft: 14891, gefahren 379 km

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urtümliche, blitzsaubere Toilettenanlage



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Dienstag, 29. Mai 2007

Wetter herrlich. Am Nachmittag "erwandern" wir den Laganas-Strand. Wir laufen bis fast zum letzten begehbaren Zipfel nach Kalamaki. Während wir auf dem Rückweg gemütlich in einer Strandtaverne unseren Durst löschen, taucht plötzlich DIE Wolke auf. Heute hat sie noch etliche Kollegen mitgebracht. Zum Glück haben wir den Strandspaziergang in Badekleidung unternommen. Mehr als zwei Kilometer im Regen kühlen doch ganz schön ab, wenn der Wind dazu bläst. Bis wir auf dem Campingplatz angekommen sind, hat sich die Lage wieder etwas beruhigt. So können wir trotzdem noch unseren Grill aufstellen und anfangen zu brutzeln.

A propos Halsabschneider (siehe Bericht Vortag): Heute hat der Chef für eine Flasche Mineralwasser MIT Kohlensäure (ist schwer zu finden) sage und schreibe € 1.80 verlangt! Beim Discounter erhalte ich dafür 4 Flaschen.

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Mittwoch, 30. Mai 2007

Der heutige Tag beginnt nicht vielversprechend, ist es doch draussen grau. Auch beginnt es nach dem Morgenessen wieder zünftig auf die Store zu prasseln (Mary verzieht sich ins WoMo). Bis in den frühen Nachmittag lösen sich die Wolken dann trotzdem noch einigermassen auf. Jetzt ist der Augenblick da, dass auch unser "Schnüüfi" Zakynthos-Luft atmen kann. Wir laden das Motorrad aus und beginnen die Insel zu erforschen. Da die Wetterlage nicht allzu sicher scheint, wollen wir uns nicht zu weit vom Campingplatz entfernen. Deshalb fahren wir zum Bergdorf Keri hoch und anschliessend zum Leuchtturm auf Kap Keri. Die Aussicht hier ist wirklich fantastisch.
Nach dem Abendessen stürzen wir uns in den Disco-Sturm. Bei der ersten Taverne an der Grenze zu Laganas spielt ein Einmann-Unterhalter gute Musik. Am besten wären wir dort eingekehrt und geblieben! Aber nein, wir müssen unsere Ohren und Nerven unbedingt strapazieren...
Vor jedem Lokal steht eine Animatorin oder ein Animator. Jeder will einen unbedingt in seine Disco oder Taverne locken. Dazu dieser ständige Dezibel-Sturm aus den Discos. Jede probiert die andere mit noch grösserem Lärm zu übertrumpfen. Zum Glück ist es an der Promenade von Agios Sosti viel weniger laut.

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Donnerstag, 31. Mai 2007

Happy Birthday, Mary!!!!!

Gemütlich essen wir z'Morgä und erledigen die Hausarbeit. Nachdem das Kopfweh des Geburtstagskindes (noch nicht gefeiert!!) etwas abgeklungen ist, entscheiden wir uns, trotzdem einen Töff-Ausflug zu unternehmen. Diesmal fahren wir zur Halbinsel Skopos hinaus. Hier sind die wahrscheinlich schönsten Badebuchten der Insel zu finden. Insbesondere hat uns die Banana-Beach beeindruckt. An diesem langen Strand wähnt man sich fast in der Südsee. Der äusserste östliche Zipfel von Zakynthos ist das Kap Gerakas. Hier ist einer der wichtigsten Eiablagestrände der unechten Karettschildkröte. Unbedingt zu besuchen ist der Informationsstand der Schildkrötenschutzorganisation "Archelon STPS Information Centre" (an der Strandzufahrt). Hier werden wichtige Informationen vermittelt. Auch kann man diverse Artikel kaufen (die Enkelkinder werden sich freuen), um so die Arbeit der Organisation finanziell zu unterstützen.

Nach der Rückkehr wird der Geburtstagsapero eröffnet. Endlich kann ich die schon zuhause im Kühlschrank verstaute Flasche "knallen lassen". Am früheren Abend gehen wir dann in eine Taverne griechisch essen. Zum Schluss machen wir noch einen wunderschönen Mondschein-Spaziergang am Agios Sosti Strand.

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Freitag, 1. Juni 2007

Im Verlauf des Vormittags beginnt die für uns grösste Insel-Tour. Heute wollen wir die Insel möglichst der Küste entlang umrunden. Zusätzlich klappern wir noch die auf der Inselkarte und im Michael Müller Reiseführer erwähnten Campingplätze ab.

Fazit Campingplätze:
Für uns - dies ist natürlich immer eine persönliche und subjektive Beurteilung - käme als Alternative höchstens noch der Camping Zante in Tragaki-Ampoula in Frage.
Alle anderen Plätze sind entweder zu klein, zu ungepflegt oder haben unmöglich steile Zufahrten zu den Stellplätzen.

Die Insel-Rundfahrt machen wir in Gegenuhrzeiger-Richtung. Zuerst fahren wir durch die Hauptstrasse von Zakynthos-Stadt Richtung Krioneri. Ab jetzt versuchen wir möglichst dicht an der Küste zu bleiben, d.h. wir versuchen an jeder Stichstrasse zum Meer hinunter unser Glück. Einige Male müssen wir natürlich unverrichteter Dinge wieder umkehren. Zum Glück machen wir dies alles mit dem Motorrad. Mit WoMo und Anhänger hätte dies öfters grössere Probleme verursacht!
Nach Katastari geht es ziemlich steil die Küste hoch. Dafür wird man mit einem wunderschönen Blick zurück über die Bucht belohnt. In der Umgebung von Makris Gialos stossen wir auf Klippen, die wir in ähnlicher Form schon in Vieste (Apulien, I) gesehen haben.
Nächster erwähnenswerter Punkt ist der Fährhafen Agios Nikolaos (Verbindung nach Kefalonia). Hier werden wir von den negativen Auswüchsen der Touristen-Vermarktung überrascht. Die am Strassenrand postierten Verkäufer der Schiffsfahrten zur "Blue Cave" zerren uns fast vom fahrenden Motorrad!
Nach dem Hafen geht es dann recht zügig in die Berge hinauf. Die Strasse schlängelt sich Kurve um Kurve etwa 300 Höhenmeter hinauf nach Korythi.
Nächster Halt ist normalerweise in Volimes angesagt. Dieser Ort ist bekannt für Teppiche, Häkelarbeiten und Honig, die entlang der Durchgangsstrasse angeboten werden.
Achtung Honigliebhaber: Der Honig von Zakynthos stammt von hier und wird auch nur hier verkauft! Wir mussten dies leider im Nachhinein lernen. Überall wo wir uns nach diesem Produkt erkundigten, hiess es, dass er nur in Volimes verkauft werde.
Der nächste für Touristen fast obligatorische Fotohalt wird in der Shipwreck-Beach eingelegt (gestrandetes Schiff in Bucht mit weissem Sand). Wie uns der Campingplatz-Chef am Abend auf Nachfrage erklärte, soll das mit Marlboro beladene Schmugglerschiff 1963 dort auf Grund gelaufen sein.
Als letzter Punkt der Rückfahrt via Maries wäre noch ein weiterer Fotohalt erwähnenswert. Im hoch über der Porto-Skiza-Bucht liegenden Weiler Kampi soll der Sonnenuntergang extrem "fotogen" sein. Dies sei auch der Grund, weshalb jeden (schönen) Abend die Touristen busweise hierher gekarrt werden.


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Samstag, 2. Juni 2007

Heute wollen wir schon wieder zwei Fliegen auf einen Schlag erledigen. Wir fahren mit "Schnüüfi" nach Zakynthos-Stadt. Ganz entgegen unseren Gewohnheiten fahren wir diesmal ohne schwere Motorrad-Bekleidung, sondern wie die allermeisten "Touries" mit T-Shirt und leichten Hosen. Der Helm gehört allerdings im Gegensatz zu deren Gepflogenheiten absolut dazu!
Wir machen einerseits eine Sightseeing-Tour in der Inselhauptstadt. Andererseits suchen wir das Buchungsbüro für die Rückfahrt-Tickets. Leider naht nämlich schon das Ende unseres Insel-Aufenthaltes. Auf der Rückfahrt ergänzen wir beim Discounter nochmals unseren Mineralwasser-MIT-Vorrat.
Leider erfolglos suchen wir in Kalamaki den im MM-Führer angegeben Olive Oil Shop. Auch der Taxifahrer kann uns nicht weiterhelfen.

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Sonntag, 3. Juni 2007

Faulenzer-Tag!
Am Abend kommt uns in den Sinn, dass wir ja unsere Karten noch nicht geschrieben haben. Zum Glück haben wir eine sehr kreative Phase erwischt! Spät am Abend sind dann alle Karten bereit zum Abschicken

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Montag, 4. Juni 2007

Auch heute ist faulenzen angesagt, da das schöne Wetter uns im Stich lässt

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Dienstag, 5. Juni 2007

siehe vorhergehender Tag

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Mittwoch, 6. Juni 2007

Heute verlassen wir den Camping und anschliessend auch Zakynthos.
Tagwache ist um halb Sechs, da wir um gut Sieben Uhr losfahren wollen. Endlich erwischen wir einen Reisetag ohne Regen! Die Fahrt nach Zakynthos-City verläuft ohne Probleme. Im Hafen liegt nur eine ältere Fähre vor Anker. Ich bemerke aber, dass auf der Schiffsuhr die Abfahrtszeit 08:00 Uhr angezeigt ist. Ist das etwa ..? Meine Frage beim Personal bestätigt die Vermutung, es ist unser Schiff. Bei der Einfahrt werde ich ganz nach links an die Wand dirigiert. Jetzt muss ich voll einschlagen und so wenden. Dies ist aber mit dem relativ grossen Wenderadius nicht möglich. Nach zahllosen Versuchen mit Vorwärts und Rückwärts rangieren steht der Anhänger am WoMo an. Ich stelle den Motor ab, steige aus und erkläre dem Einweiser, dass ich abhängen und den Anhänger von Hand an den gewünschten Platz schieben werde. Gemeinsam gelingt dies denn auch sofort. Jetzt muss nur noch das WoMo wieder unter die Anhängekupplung rangiert werden, was auch ohne Mühe gelingt. Zum Glück waren wir schon früh bereit zum Einschiffen!

Diesmal ist das Meer spiegelglatt, so dass wir eine ruhige Überfahrt aufs Festland geniessen können.

Die Fahrt von Killini nach Patras können wir ohne Stress in Angriff nehmen, da wir jede Menge Zeit haben. Eingangs Patras fülle ich wie immer an der BP-Tankstelle nochmals den Tank. Beim Tankwart erkundige ich mich noch nach der besten Zufahrt zum Hafen. Nach seiner Beschreibung kann ich direkt an der Tankstelle nach links abbiegen und am Ende der Strassse (Lichtsignal) nochmals links. Beim nächsten Lichtsignal geht es in relativ spitzem Winkel nach rechts. Jetzt führt die Strasse direkt hinunter zum Hafen.
Leider lassen wir uns hier zum letzten Mal von der griechischen Signalisation in die Irre führen! Ich weiss von früheren Jahren, dass ich das erste Gate (7) nehmen muss. Die Signaltafel gibt vorher aber an, dass dies die Einfahrt für Lastwagen ist. Einfahrt und Check-In für PKW sind auf der Tafel 200 Meter weiter signalisiert. Demzufolge fahren wir weiter und weiter..... Die Einfahrt wäre eben doch bei Gate 7 gewesen! So fahren wir bis fast zum Ende des Hafens.Dort entschliesse ich mich, links abzubiegen und mein Glück halt quer durch Patras zu versuchen. Auf der nächst grösseren Strasse fahre ich dann im Mittagsverkehr wieder in die entgegengesetzte Richtung. Hier herrscht nun Chaos pur. Nebst der Doppelkolonne Autos zwängen sich jede Menge Roller und Motorräder aneinander vorbei. Bei jeder sich bietenden Gelegenheit wird hemmungslos die Spur gewechselt (übrigens auch von den Polizeifahrzeugen vor uns). Irgendwann glaube ich, dass ich jetzt eigentlich wieder zum Hafen abbiegen könnte. Da vor uns ein grösserer Lieferwagen links abbiegt, beschliesse ich, ihm zu folgen. Die Strasse scheint tatsächlich Richtung Hafen zu führen, wird aber immer schmaler. Die auf beiden Seiten parkierten Autos haben auf jeden Fall alle den strassenseitigen Spiegel eingeklappt. Auf jeder Seite bleibt zwischen meinen Spiegeln und den Autos noch etwas mehr als eine Faustbreite Platz. Am Jeep mit herausgeklapptem Spiegel kommen wir auf jeden Fall nicht vorbei, ohne unseren rechten Spiegel einzuklappen! Im untersten Strassenteil stehen dann auch noch auf beiden Seiten quer parkierte Roller / Motorräder. Hier wird es dann wirklich kriminell. Zwischen meinen Spiegelunterkanten und den Helm-Koffern fehlen meistens nur etwa fünf Zentimeter. Irgendwann hole ich mir an der rechten Aufbaukante doch noch einen Koffer-Farbstrich. Irgendwie und irgendwann ist die Strasse doch noch passiert und die richtige Hafeneinfahrt gefunden!

Da wir die Überfahrt und Rückfahrt nach Hause schon mehrmals beschrieben haben (wir fahren immer noch dieselbe Route nach Hause), schliessen wir den Bericht hiermit ab!


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